Auftaktveranstaltung zur KLAR! Pielachtal

Die Auftaktveranstaltung zur KLAR!-Pielachtal stand ganz im Zeichen „Klimafittes Pielachtal“. Gut 60 interessierte Teilnehmer diskutierten in der Laubenbachmühle über den regionalen Klimawandel bis 2100.

Die Kleinregion Pielachtal beschäftigt sich derzeit intensiv mit den Auswirkungen des bereits bestehenden Klimawandels und gehört damit zu den Modellregionen Österreichs. Dies wird auch vom österreichischen Klima- und Energiefonds anerkannt, der die Region in dieser Vorreiterrolle unterstützt. Die heimischen Gemeinden wollen sich daher bis Anfang 2020 auf einen gemeinsamen Fahrplan zur Umsetzung von ökologischen Anpassungsmaßnahmen zum bereits existenten Klimawandel einigen. Unter den Bürgermeistern herrscht Einigkeit über ein gemeinsames Vorgehen.

Auftaktveranstaltung ist geprägt vom Ziel „klimafittes Pielachtal!

Am Samstag, den 19. Oktober 2019 erfolgte dazu eine Veranstaltung für regionale Akteure und interessierte Bürgerinnen und Bürger in der Laubenbachmühle. Der renommierte BOKU-Meteorologe Prof. Herbert Formayer hielt dabei einen Fachvortrag über die aktuellen Erkenntnisse zur Klimaentwicklung.

Die Ergebnisse sind ernüchternd und zeigen, dass man weltweit mit dieser Veränderung ringt. Doch sind wir in Österreich noch in einer durchaus guten Lage und können in den kommenden Jahren mit verhältnismäßig geringem Aufwand positive Effekte erzielen.

„Weltweite Tendenzen werden nicht von einzelnen Maßnahmen im Pielachtal abhängen, doch mit guten Anpassungsmaßnahmen können wir innerhalb der Region den Druck lindern,“ beteuert Pielachtal-Obmann Bürgermeister Kurt Wittmann. Damit spricht er wichtige Themen wie Starkregen oder Hangwässer an: „In erster Linie müssen wir unsere Bewohner vor persönlichen Verlusten schützen und gleichzeitig die Zukunft der Jugend bewahren! Hier geht es auch um Existenzen!“

Maßnahmen bei Wasser besonders wichtig

Ober-Grafendorfs Bürgermeister Rainer Handlfinger ist auch Vorstand von Klimabündnis Österreich und im Vorstand von Klimabündnis Europa. Er kennt die Situation über die Region hinaus und setzt vorallem auf Maßnahmen zum ökologischen Rückhalt von Regen direkt am Ort des Niederschlags: „Wenn wir den Regen direkt vorort speichern können, dann verfügen wir über ausreichend Kapazität zur Verdunstung. Die Vegetation wird bei längeren Trockenperioden nicht in der Lage sein, sich zu versorgen, wenn wir den gesamten Niederschlag in Kanälen ableiten.“ Für ihn sind daher künstliche Speicher aber auch eine ökologische Pielach die Grundvoraussetzung für eine intakte Umwelt.

Erhalt  der Identität der Landschaft

Auch Kirchbergs Bürgermeister Anton Gonaus und der Vizebürgermeister von Hofstetten-Grünau, Wolfgang Grünbichler, pflichten hier bei. Der engagierte Bürgermeister Anton Gonaus ist vorallem Land- und Forstwirt mit Leib und Seele und merkt die deutliche Veränderungen im lokalen Klima: „Beim Wald haben wir zwar Ausfälle aufgrund der Trockenheit, allerdings bei weiten nicht wie in anderen Regionen Österreichs. Unser Vorteil ist die tolle Mischwald-Population im Pielachtal. Da können auch andere von uns lernen,“ und er ergänzt weiter: „Allerdings haben wir aufgrund der Sommertrockenheit massive Ausfälle in der Weidewirtschaft. Die Vegetation stoppt im Sommer einfach!“ Hier kann es langfristig ohne Zufütterung schwierig werden. Laut Prof. Formayer ist im langfristigen Trend mit einer Verdreifachung der Trockenperioden bei gleichviel Niederschlag zu rechnen.

 

Für den erfahrenen Unternehmer Wolfgang Grünbichler liegt es daher auf der Hand: „Wenn es deutlich länger trocken bleibt und trotzdem gleichviel regnet, dann haben wir nicht ein Problem sondern zumindest zwei! Gefahrlose Hochwasserabfuhr muss möglich sein und dabei ist die Identität der Landschaft zu erhalten. Diesen Spagat müssen wir schaffen.“

 

Auftaktveranstaltung mit positiver Stimmung und guten Lösungsansätzen

Trotz der komplexen Thematik war es eine sehr positive und gelungene Auftaktveranstaltung mit einer spannenden Podiumsdiskussion. Mittendrin Wolfgang Stix, Eigentümer von Naturkosmetik Styx und mit seinen Produkten global vertreten, betonte die Vorteile des wunderschönen Pielachtals: „Wer wie ich weltweit unterwegs ist, sieht wie naturverbunden die Pielachtaler mit ihrer Heimat sind.“ Es liegt also auf der Hand, dass man die Bevölkerung in die gemeinsame Entwicklung einer Strategie zur Klimawandel-Anpassung miteinbindet,“ ist Obmann Bürgermeister Kurt Wittmann überzeugt.

Für Barbara Pletzer von ecolodge fashion ist ein breites Klimaschutz-Bewusstsein in der heimischen Bevölkerung bereits angekommen. Mit ihrem Unternehmen setzt sie fest auf nachhaltige, ökologische und faire Produkte. „Klimagerechtigkeit ist heute ein stark wachsendes Bedürfnis bei allen Konsumenten in Österreich!“, begeisterte die junge Pielachtaler Unternehmerin das Publikum.

Es wird wärmer werden

Die Wissenschaft geht davon aus, dass sich die Durchschnittstemperatur in der Region von +16,7°C im jährlichen Durchschnitt auf bis zu +20,3°C bis zu Jahr 2100 erhöhen könnte.

 

Wenn dies noch durchaus verträglich erscheinen könnte, so müsse man aber damit rechnen, dass andere Regionen wie Wien davon noch deutlich stärker betroffen wären. Ob das Pielachtal dadurch positive oder negative Effekte hat, liegt auch an den gemeinsam zu entwickelnden Ideen und Konzepten, ist sich Obmann Kurt Wittmann sicher.

 

Es wird trockener und nasser

Auch für Prof. Formayer ist abwechselnde Dürre und Nässe kein Widerspruch und er verweist dabei auf ähnliche Situationen in Steppenregionen oder Wüsten. So wird es in der Zukunft weniger oft, jedoch insgesamt um bis zu +7% mehr regnen: „Der maximale Tagesniederschlag wird bis 2100 sogar um +16% zunehmen!“ Für die Bürgermeister jedenfalls ein klarer Auftrag Wasser in den Mittelpunkt einer langfristigen Strategie zu stellen.

Insgesamt halten sich Chancen und Risiken die Waage

Obmann Kurt Wittmann schloss die gelungene Veranstaltung und versprach alle Interessierte auch in der Zukunft in die Strategieentwicklung miteinzubinden und laufend zu informieren. Er wies auch darauf hin, dass man die Chancen der Zukunft erkennen sollte und sich vor der Veränderung nicht verschließen darf. Durchaus ein sehr positiver Zugang der heimischen Politik!

Gruppenbild-Auftaktveranstaltung © Bildrechte Christian Tillian (vlnr.): Wolfgang Stix, Martin Ruhrhofer, Anton Hackner, Edith Kendler, Herbert Formayer, Kurt Wittmann, Barbara Pletzer, Rainer Handlfinger, Alexander Simader, Wolfgang Schoberleitner

 

Autor: DI Alexander Simader asi@spectra.today

Rückfragehinweis:
Edith Kendler, MA
Regionalplanungsgemeinschaft Pielachtal
Schloßstraße 1 | A-3204 Kirchberg an der Pielach
T 02722 7309 25 | regionalbuero@pielachtal.at
www.pielachtal.at/kleinregion

KLAR! Auftaktveranstaltung „Klimafittes Pielachtal“

Sehr geehrte Pielachtaler! Sehr geehrte Pielachtalerinnen!

Wir laden Sie sehr herzlich zur KLAR! Auftaktveranstaltung „Klimafittes Pielachtal“ ein:

Samstag, 19. Oktober 2019,

15:00 – 17:00 Uhr,

Betriebszentrum Laubenbachmühle

ANREISE MIT DER MARIAZELLERBAHN – Zugzeiten siehe Einladung

Die Teilnahme an der Veranstaltung inkl. Zugfahrt ist kostenlos.

Plakat: Einladung Klimatfittes Pielachtal

PROGRAMM

Diskutieren Sie mit uns über den bestehenden Klimawandel und die Herausforderungen, denen wir gegenüber stehen. Unsere Kleinregion macht sich klimafit und erarbeitet gerade ein Programm!

Seien Sie Teil der Bewegung und begleiten Sie uns mit dem Zug in das Betriebszentrum der Mariazellerbahn/Laubenbachmühle.

KONTAKT & ANMELDUNG

Regionalbüro Pielachtal

Edith Kendler, MA, 02722/7309-25, e.kendler@pielachtal.at Bitte teilen Sie uns bei der Anmeldung mit, ob Sie mit dem Zug anreisen.

Details zur Veranstaltung siehe im Anhang.

Hier das Programm im Detail als PDF

Auszeichnung vom Land NÖ für: ECOLODGE – nachhaltige Mode aus Frankenfels.

Auszeichnung vom Land NÖ für ECOLODGE nachhaltige Mode aus Frankenfels.

 

Alle Fotos: hier

Umfrage: Wie nehmen Sie den Klimawandel in der Region Pielachtal wahr?

Diese Umfrage soll in Erfahrung bringen, ob die Bewohnerinnen und Bewohner im Pielachtal bereits die Folgen des Klimawandels in Ihrer Region bemerkt haben oder schon davon betroffen waren.

Die Befragung wird im Rahmen des Förderprogramms „KLAR! – Klimawandel-Anpassungsmodellregionen“ durchgeführt, wo das Pielachtal beteiligt ist. Im Rahmen des Förderprogramms Klimawandel-Anpassungsmodellregionen (KLAR) bereitet sich die Kleinregion auf den Klimawandel vor. Das Förderprogramm ist eine Initiative des Klima- und Energiefond und des Bundesministeriums für Nachhaltigkeit und Tourismus (BNT). Dieses Förderprogramm gibt der Kleinregion Pielachtal die Gelegenheit, Schäden infolge des Klimawandels zu minimieren und die sich ergebenden Chancen entsprechend zu nutzen.

Mit Ihrer Teilnahme an der Umfrage liefern Sie einen wichtigen Beitrag, damit wir in der Region zugeschnittene Maßnahmen entwickeln können.

Wir laden Sie daher herzlich ein, an dieser Umfrage teilzunehmen und bedanken uns bereits im Voraus für Ihre Mitarbeit!

Unter diesem Link: http://ifl.boku.ac.at/klar/pielachtal

kommen Sie zur Umfrage.

Die Umfrage richtet sich an alle Einwohnerinnen und Einwohner der Kleinregion Pielachtal ab 16 Jahren!

Bild © Melanie Scholze-Simmel: Bgm. Kurt Wittmann und Edith Kendler mit der Fragestellung und dem Fragebogen

Rückfragehinweis:
Edith Kendler, MA
Regionalplanungsgemeinschaft Pielachtal
Schloßstraße 1 | A-3204 Kirchberg an der Pielach
T 02722 7309 25 | regionalbuero@pielachtal.at
www.pielachtal.at/kleinregion

Pielachtal macht Klimawandel an der NMS Frankenfels zum Thema

Am 17. September 2019 organisierte die Kleinregion Pielachtal im Rahmen des KLAR!-Programmes eine Filmvorführung „Solartaxi – Mit der Kraft der Sonne um die Welt“ an der Neuen Mitteschule in Frankenfels.

 

Klimaschutz im Pielachtal

Bürgermeister Franz Größbacher begrüßte die Schülerinnen und Schüler der Neuen Mittelschule zur Filmvorführung. Die Marktgemeinde Frankenfels ist seit vielen Jahren Klimabündnis Gemeinde und hat sich auch am Projekt „Klimazukunft Mostviertel“ beteiligt. „Wir setzen viele Projekte für den Klimaschutz um, der uns ein besonderes Anliegen ist. Der Klimawandel ist aber Realität und daher ist es für uns als Gemeinde auch wichtig geworden, sich neben dem Klimaschutz, mit der Anpassung an den Klimawandel zu beschäftigen.“ ist Bgm. Franz Größbacher überzeugt.

Mit dem Veranstaltungsformat möchte die Kleinregion Pielachtal Bewusstsein für den unaufhaltbaren Klimawandel schaffen. So sollen zukünftige Generationen auf den Klimawandel vorbereitet werden, um ihre Zukunft aktiv mitgestalten zu können.

 

KLAR! Programm
Im Rahmen des Förderprogramms Klimawandel-Anpassungsmodellregionen (KLAR) bereitet sich die Kleinregion auf den Klimawandel vor. Das Förderprogramm ist eine Initiative des Klima- und Energiefond und des Bundesministeriums für Nachhaltigkeit und Tourismus (BNT). Dieses Förderprogramm gibt der Kleinregion Pielachtal die Gelegenheit, Schäden infolge des Klimawandels zu minimieren und die sich ergebenden Chancen entsprechend zu nutzen.

 

Mit der Kraft der Sonne

Louis Palmer hat davon geträumt mit der Kraft der Sonne, also einem solar betriebenem Fahrzeug, um die Welt zu reisen. Was nach einem Traum klingt hat Louis Palmer verwirklicht. Louis Palmer ist es gelungen, was er sie sich mit 14 Jahren in den Kopf gesetzt hat. Nämlich allein mit erneuerbarer Energie um die Welt zu reisen. Die Dokumentation dieses Abenteuers hat die Schülerinnen und Schüler der Neuen Mittelschule Frankenfels begeistert.

 

Diskussion zum Klimawandel

Anschließend hatten die Schülerinnen und Schüler Gelegenheit mit einem Experten, DI Alexander Simader MSc, Klima- und Energiemodellregion und Klimawandelanpassungsmanager im Unteren Traisental – Fladnitztal, zu diskutieren. Einige Schülerinnen und Schüler haben rege ihre Statements mitgeteilt. Diese waren bewegend und reichten von „Begeistert hat mich, dass man mit einem solarbetriebenen Auto um die Welt reisen kann.“, „Es ist toll, was man mit Hilfe eines ganzen Teams alles erreichen kann.“ oder „Louis Palmer konnte mit dem Solarauto so viele Menschen begeistern.“

 

Bild © Groiß

 

Rückfragehinweis:
Edith Kendler, MA
Regionalplanungsgemeinschaft Pielachtal
Schloßstraße 1 | A-3204 Kirchberg an der Pielach
T 02722 7309 25 | regionalbuero@pielachtal.at
www.pielachtal.at/kleinregion

Trinkflaschen für unsere Volksschüler vom Gemeindeverband

Der Gemeindeverband für Abgabeneinhebung und Umweltschutz (kurz GVU) stellte sich bei den Kindern der beiden ersten Volksschulklassen mit hippen Trinkflaschen ein. Die Trinkflaschen sind ein Geschenk des GVU, fördern den Umweltgedanken, weil sie entgegen Einwegverpackungen unendlich oft wiederbefüllbar sind.

Pflanzaktion 2019

Obstbäume günstig pflanzen

Energiebericht 2018 der Gemeinde Frankenfels

In der Gemeinderatsitzung am 3. Juni 2019 legte der Energiebeauftrage der Gemeinde Frankenfels GGR Alfred Hollaus den Energiebericht für das Jahr 2018. Die Aufgabe des Energiebeauftragten ist es die Gemeindeobjekte aufzunehmen und den Energieverbrauch von Wärme, Strom und Wasser zu erfassen. Nach mehrjähriger Kontrolle dieser Daten lässt sich feststellen wie Kostengünstig und Umweltfreundlich die Objekte betrieben werden, und ob und wo Einsparungspotentiale vorhanden sind. In Frankenfels sind dies die Gebäude: Kindergarten, Gemeindeamt, Schule, Feuerwehr Weißenburg und die Anlagen Freibad, Kläranlage und Kleinwasser Kraftwerk Weißenburg. Weiters wird  die Stromerzeugung der Photovltaike -Anlagen auf Gemeindeamt, Schule, Grassermühle, Freibad und Kläranlage erfasst, diese können auch auf der Gemeinde-Homepage aktuell abgerufen werden. Den gesamten Energiebericht der Gemeinde Fankenfels mit einem Beispiel einer privaten PV-Anlage kann auf der Gemeinde Homepage unter www.frankenfels.at – Die Gemeinde – Energiegemeinde  abgefragt werden.